Fernwärme- Genossenschaft Langau
Im Jahre 1997 entstand erstmals die Idee zur einer alternativen Energieversorgung. Dies war die Geburtsstunde der Fernwärmegenossenschaft Langau…
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BESUCH AUS JAPAN
Im Rahmen der Forschungen für seine Dissertation an der Kyoto Universität Japan besuchte Soichiro Kurosawa kürzlich das Heizwerk der Fernwärmegenossenschaft (FWG) Langau. Betreut durch den in Langau wohnhaften Universitätsprofessor Dipl.Ing. Dr. Gernot Stöglehner (Universität für Bodenkultur Wien) und dessen Tochter Laura Schmoller informierte sich der Doktoratsstudent ausführlich über die Organisation, die Geschichte und die Technik des Heizwerks sowie über die gegenwärtige Situation und die Zukunftsaussichten. Obmann Franz Reiss führte den Gast persönlich durch das Heizwerk, assistiert von Vorstandsmitglied Karl Kühlmayer.
Im Bild von v.l.n.r: Karl Kühlmayer, Laura Schmoller, Univ.Prof. DI Dr. Gernot Stöglehner, Soichiro Kurosawa und Franz Reiss vor dem Fernheizwerk Langau
25 Jahre FWG - die Feier
Am 18.Oktober wurde das 25 jährige Bestehen der FWG Langau gefeiert.
Nach der feierlichen Segnung der Heizzentrale mit Fokus auf dem neuen Kessel fand der Festakt (inkl. Podiumsdiskussion) in der Freizeithalle statt.
Nachfolgend einige Eindrücke der wirklich sehr gelungenen Feier.
Kesseltausch
Der bereits seit 15 Jahren dienende Herz Kessel wird durch einen moderneren Schmid Industriekessel ersetzt. Dadurch soll ein längerer Sommerbetrieb (Verwendung von nur einem Kessel) ermöglicht werden. Bedeutet im Detail, dass der Urbas-Kessel früher im Jahr abgeschaltet werden kann und erst später im Jahr Richtung Heizsaison eingeschaltet werden muss.
Zu Beginn der Umbauarbeiten wurde die Versorgungssicherheit durch einen Ölkessel (mobiles Heizwerk) sichergestellt.
Am 13.01.2025 war es soweit und die ersten Teile vom neuen Kessel fanden den Weg nach Langau.
In den nachfolgenden Tagen wird der „Neue“ von einem Fachpersonal aufgestellt und in das Netz eingebunden, damit Dieser bald möglichst in Betrieb gehen kann.
Nach einer fachgerechten Endabnahme am 15.04.2025 kann man das Projekt „Kesseltausch“ so gut wie erledigt ansehen.
Waren sowohl spannende und lehrreiche als auch herausvordernde und schwierige Phasen dabei!
Ein großer DANK an alle Beteiligten für den erfolgreichen Kesseltausch!

Gründung
Im Jahre 1997 entstand erstmals die Idee zur einer alternativen Energieversorgung. Dies war die Geburtsstunde der FW Genossenschaft Langau.
Mit dem Bau des Fernheizwerkes und Aufbau des Versorgungsnetzes wurde im August 2000 begonnen und bereits im November 2000 fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Die Abnehmerzahl im Jahr 2000 lag bei 85 Haushalten, mittlerweile ist sie auf 150+ gestiegen.

Vorteile der Fernwärme
- Keine Instandhaltungskosten (Rauchfangkehrer, Kesselservice, Reparaturen)
- Komfortabel (keine Entsorgung von Asche, keine Besorgung von Brennmaterial)
- Platzsparend (im Gegensatz zu Öl oder Pelletskesseln wird kein Lagerraum/Heizraum benötigt)
- Regionale Energieversorgung (unterstützt regionale Wertschöpfung)
- Einfache Bedienung
- Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen
- Keine Brandschutzmaßnahmen notwendig
- Hohe Emissionseinsparung

Vorstand
Obmann:
Obmann Stv.:
Franz Reiss
Christopher Köppl
Bayer Martin
Christoph Willinger
Karl Kühlmayer
Aufsichtsrat
Vorsitzender:
Vorsitz. Stv.:
Florian Kühlmayer
Christoph Dundler
Andreas Schmutz
Buchhaltung-Rechnungswesen
Günter Kaufmann
Ökologie
Was ist Biomasse?
Unter Biomasse versteht man alle Pflanzen, die zur Energiegewinnung genutzt werden können. Sie entsteht durch die Fotosynthese und wird durch das natürliches Wachstum und die Vermehrung ständig nachgebildet, solange nachhaltige Land- und Forstwirtschaft betrieben wird. Der wichtigste Vertreter der Biomasse ist das Brennholz, aber auch Stroh und organische Reststoffe gewinnen zunehmend an Bedeutung!
Wie sieht es mit der Umwelt aus?
An erster Stelle wird dabei immer die CO2-Neutralität dieser Energieträger genannt. Neben der Reduktion der Treibhausgase hat die Nutzung von Biomasse noch den Vorteil, dass Umweltverschmutzung in der Folge von Tankerunglücken und Lecks in Pipelines entfallen.
Warum Fernwärme?
Ein Fernwärmeanschluss hat viele Vorteile!
Steigende Energiepreise haben in den letzten Monaten wesentlich zu einer hohen Inflationsrate beigetragen und die Haushaltsbudgets zunehmend belastet. Mit Blick auf den nächsten Winter suchen daher viele Menschen nach preiswerten Alternativen, um auch in diesen Zeiten ein wohlig warmes Zuhause zu haben.
Gleichzeitig zwingt die vielzitierte Energiewende kurz- und mittelfristig zur Ablöse von umweltschädlichen fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energieformen, die auch in Zukunft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen werden.
Mit einem Fernwärmeanschluss kann man in Langau beide genannten Anforderungen erfüllen: Einerseits hat die Fernwärmegenossenschaft Langau (FWG) auch in jüngster Vergangenheit ihre Entgelte nur sehr moderat – deutlich unter der Inflationsrate und damit entscheidend geringer als manch große Kommune – erhöht.
Andererseits wird im Fernheizwerk ausschließlich Biomasse (Hackschnitzel aus der Region) zur Wärmegewinnung verarbeitet, eine erneuerbare Energieform, die dank kürzester Transportwege aus der Umgebung und effizienter Verbrennung im Fernheizwerk die Umwelt geringstmöglich belastet.
Technik,
Daten & Fakten
Die älteste und auch heute noch am häufigsten anzutreffende Art der Biomassenutzung ist die Verbrennung.
Als Brennstoffe kommen überwiegend Scheitholz oder Hackschnitzel zum Einsatz. Das Hackgut wird von der Lagerhalle über die Brennstoffaustragung in den Heizkessel befördet.
Die dort durch den Verbrennungsvorgang gewonnene Energie in Form von heißen Rauchgasen wird wiederum über einen Wärmetauscher auf das Wasser des Primärnetzes übertragen.
Fernwärme aus Biomasse - Langau
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Projektkosten rund 1,7 Mio. €
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Baubeginn Netz 02. 08. 2000
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Baubeginn Heizhaus 18. 09. 2000
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Aufnahme der Wärmelieferung 22. 11. 2000
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Erdbewegung mehr als 5100m³
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Leitungslänge 5560m
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Abnehmerzahl >160
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gesamte Anschlusskosten ca. 556.000 €
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Anschlusswert > 1000 kW
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Pufferspeichervolumen 20000 Liter
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Hackgutkesselleistung (gesamt) 700 kW
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Abgaswerte entsprechen 2 Einfamilienhäuser
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Fassungsvermögen Hackgutlager ca. 2400 srm
Unsere Partner
Wir haben starke Partner an unserer Seite.
Enge Zusammenarbeit und Zuverlässigkeit ist hierbei gewährleistet.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Menschen bedanken, die an diesem Projekt beteiligt waren und noch sind.
Danken möchte ich auch allen Körperschaften und ausführenden Firmen, die uns tatkräftig unterstützt haben.
Franz Reiss
Obmann
Und das Fernwärme-Team